Montag, 10. Februar 2020

BC-Rentenantrag IV.


Schneller, als einem manchmal lieb sei sollte, kann gelegentlich die Frage nach dem letzten Mal aufkommen. Unter Umständen peinlich. Also nicht, wann das letzte Mal war, sondern wann das letzte Mal sein wird, wann man denn also nun endlich gedenke, mit diesem Irrsinn zu brechen, einmal im Winter von zu Hause aus auf diesen kahlen Hügel zu rennen. Dann ist es gut, wenn es klare Richtlinien gibt, wie solche Entscheidungen herbeizuführen sind. Also die Entscheidung zu treffen "Es reicht jetzt" oder "Ich muss noch mal".
Auf den ersten Blick könnte man (wie ich fälschlicherweise während dieser Tage wiederholt kommunizierte) meinen, wenn 1.000km auf der selben Rennstrecke absolviert sind (was ja nun endlich auch der Fall ist, nachdem zuvor der Zehner und das Dutzend vollzumachen waren…), sei es genug. Das entspricht aber leider nicht mehr, wie ich erst jetzt erfuhr, den EU-Richtlinien für Ultralauf-Frühverrentungen (hatten die Briten letztlich doch recht?). Selbst hier ist von den Bürokraten ein unheimliches Konstrukt an kaum nachvollziehbaren, abstrusen Ideen ersonnen worden.

Eine noch leidlich bekannte Regel ist:
Man lege die Startnummern in einem beliebigen rechtwinkligen Muster (mit Kantenlängen > 1) auf dem Boden aus. Bleiben dann noch Leerstellen (gemeint ist hier nicht die von 2009, unverzeihlich zwar, dass die dort hingehörende 86 verschwunden ist, aber wer konnte schon zu einem solch frühen Zeitpunkt ahnen, welch Relevanz dies alles noch erhalten würde), sind diese Positionen natürlich noch zu füllen.

Ein weniger geläufiges (Ersatz?-) Verfahren besagt, dass man aufhören dürfe, wenn die Summe der Startnummern-Zahlen wieder den Betrag der Startnummer der ersten Veranstaltung ergibt, wobei zu berücksichtigen ist, dass Stellen im Ergebnis, die in einem für die jeweilige Veranstaltung nicht zulässigen Bereich der Startnummernkreise liegen, zu eliminieren sind, bei der BC also alles > 999.

Schauen wir uns das jetzt genauer an:
Regel 1: derzeit nach 13 Teilnahmen nicht erfüllt, soweit mein mathematisches Verständnis reicht (hat das was mit Primzahlen zu tun, Hecke?) Wie man es auch dreht und wendet (die 4x4-Version spar ich mir ...): Es fehlt hiernach mindestens noch eine …

 

Regel 2:
Summe meiner bisherigen Startnummern:
960+86+9+22+49+8+7+100+9+1142+1142+1142+1142 = 5818
(bei der Grundsummenbildung sind bekannterweise (oder pikanterweise?) nicht erlaubte, in diesem Fall 4stellige Startnummern, natürlich erlaubt).
5818 entspricht sozusagen dann 818, was beileibe nicht 960 ist.
Gehen wir davon aus, dass ich bei meiner 14. Teilnahme wieder die 1142 tragen werde (die entsprechende Holzscheibe für den Gipfelsack hab ich jedenfalls sicherheitshalber gleich eingesackt, die darf ja sonst eh keiner tragen), ergäbe sich 5818 + 1142.
Rechnet das mal aus (und streicht die für diesen Rechenschritt wie erläutert verbotene 4. Stelle vor dem Komma) ...

Noch Fragen?
Ich kann es nicht fassen. So ein Mist.
(Ganz nebenbei: Alle diejenigen, die bisher meinten, Startnummern hätten keine Bedeutung, mag dieses Beispiel endgültig zu besserer Einsicht bringen. Wir lernen: die Tragweite der richtigen Nummer zur richtigen Zeit ist sozusagen kaum zu überschätzen!)

Es kann aber auch ganz banal sein (Regel 3): „Du, ich will noch einmal da oben sein, wenn du ankommst!“ kann auch schon reichen. Das ist natürlich völlig undemokratisch, hart sowieso!

Schade, es war ein solch schöner, aber kurzer Traum ...

Kommentare:

  1. Jetzt bin ich ganz wirr im Kopf von den vielen Zahlen :-)

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  2. Ich habe es verstanden!
    Du bist heiß auf die nächste Challenge !
    Und das ist gut so!
    Wo käme sonst meine Motivation her, an der Eisenbahnstrecke bei km 77-79 nochmal alles zu geben.
    BC Ohne Aschu?
    Einfach lächerlich.
    Vielleicht für alle nicht in 2021 möglich,aber dann wieder!
    Schöne Grüße
    Hanno

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